Kefferhausen

Die Kirche St. Johannes der Täufer in Kefferhausen

Die katholischen Gemeindemitglieder in Kefferhausen begrüßen Sie ganz herzlich in der Kirche St. Johannes der Täufer.
Unsere Kirche wurde im Jahre 1686 erbaut. Darauf weist ein Mauerstein rechts neben dem Haupteingang hin. Die alte Kirche reichte bis zum Querschiff. In den Jahren 1919 bis 1920 erfolgte der Anbau des Querhauses und des Chorraumes. Dieser Neubau wurde am 29. September 1920 durch den Weihbischof aus Paderborn geweiht.

Im Verlaufe der Jahrzehnte erfolgten immer wieder Renovierungen und Veränderungen:
   1935   Innenrenovierung durch Willi Jakob aus Würzburg
   1945   Beseitigung von Kriegsschäden, dir durch den Beschuss der Kirche entstanden waren
   1961   Umgestaltung des Chorraumes durch den Architekten Gerlach aus Dingelstädt
   1989   Sanierung der Kehlbalken und Ausmalung des Gotteshauses
   1990   Neueindeckung des Daches
   1994 - 1995   Verputz des Äusseren der Kirche.

Schauen Sie sich nun das Innere unserer Kirche an:
Unsere Kirche ist dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht. Sein Fest feiern wir in jedem Jahr am 24. Juni. Im oberen Teil des Altares befinden sich die Johannesschüssel mit dem Kopf des Heiligen. Links neben der Säule sehen Sie ebenfalls den heiligen Johannes. Das rechte Chorfenster zeigt die Szene, wo Jesus von Johannes getauft wurde. Weitere Johannesdarstellungen finden sich am Taufstein.

Der barocke Hochaltar ist der Mittelpunkt unseres Gotteshauses. Er wurde 1702 vom Bildhauer Andreas Gräber aus Heiligenstadt geschaffen. Das Altarbild zeigt den Gekreuzigten, beweint von Maria, Maria Magdalena und Johannes. Es stammt aus der Werkstatt des Malers Hentze aus Duderstadt. Die Skulpturen zeigen links den hl. Johannes und rechts den hl. Cyriakus.
Im Zuge der Liturgiereform wurde ein schlichter Altartisch aufgestellt. An ihm feiert die Gemeinde das Gedächtnis des Todes und der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus Rechts und links im Querschiff sind die Seitenaltäre mit den Statuen der Gottesmutter und des hl. Josef zu finden.

Im südlichen Querschiff vor dem Beichtstuhl steht der Taufstein.
Er ist aus Sandstein und stammt aus dem Jahre 1567. Die Seiten sind mit Relieffeldern verziert. Sie zeigen das Mainzer Rad, die Johannesschüssel und das Familienwappen des Stifters. Der neobarocke Aufsatz wird von der Figur Johannes des Täufers bekrönt. (Dieser Aufsatz wird wegen der besseren Sicht auf die Krippe in der Weihnachtszeit abgenommen.) Am Taufstein wird das Sakrament der Taufe gespendet. Sie schenkt dem Menschen das Leben in Christus und gliedert ihn in die Kirche Christi ein.
An den Seiten unserer Kirche sehen Sie verschiedene Plastiken. Im Chor über der Sakristeitür steht die hl. Elisabeth. Sie stammt aus der Zeit von 1490 -1500 und wurde wahrscheinlich aus dem Kloster Anrode übernommen.

Über dem Beichtstuhl finden Sie eine alte barocke Figur. Sie zeigt den hl. Michael im Kampf mit Luzifer. Gegenüber ist der Erzengel Raphael zu sehen. Diese Holzplastik wurde in den 20er Jahren erstellt.

Im Querschiff sehen Sie noch die Figuren des heiligen Apostel Judas Thaddäus, dargestellt mit der Keule, und des hl. Wendelinus. Im Langhaus sind der hl. Franziskus von Assisi und der hl. Antonius von Padua zu sehen.
Diese Plastiken sind Terracottafiguren aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts. Anfang der 80er Jahre wurde unser Gotteshaus mit neuen Bänken ausgestattet. Hier wurde 1989 eine elektrische Bankheizung eingebaut.

An den Wänden des Langhauses ist auf Holztafeln der Kreuzweg dargestellt. Das Werk wurde 1935 von Willi Wolf aus Würzburg geschaffen. In 14 Kreuzwegstationen wird das Leiden und Sterben Jesu Christi dargestellt.
Werfen Sie nun einen Blick auf unsere Kirchenfenster. Die figürlichen Glasfenster im Chorraum zeigen die Geburt Christi und die Taufe durch Johannes den Täufer. Im Langhaus sehen Sie ein Fenster mit dem Marienmonogramm. Gegenüber ist die hl. Elisabeth, mit der Wartburg im Hintergrund, dargestellt.

Im Westteil unseres Gotteshauses ist die Orgelempore. Um 1900 wurde eine mechanische Schleifladenorgel eingebaut. Sie wurde 1950 bi 53 durch die Firma Helfenbein aus Gotha in eine pneumatische Orgel umgebaut und um einige Register erweitert. Im Jahre 1998 wurde diese Orgel durch die Orgel aus der Kapelle des Bergklosters in Heiligenstadt ersetzt. Das alte Orgelgehäuse und der Prospekt sind geblieben. Darin verbirgt sich nun eine wohlklingende elektropneumatische Orgel. Sie erklingt im Gottesdienst und zu den verschiedensten Anlässen zum Lobe Gottes.
Mehrmals am Tag werden die Gläubigen durch die Glocken zur Kirche oder zum Gebet eingeladen. Unsere Kirche besitzt vier Glocken, deren Klang uns immer wieder an unsere Verbindung mit Christus erinnert.

Sie haben folgende Aufschriften:
1. Glocke: EHRE SEI GOTT IN DER HÖHE
               LÄUTE DER KIRCHE DIE FREIHEIT  UNSEREM VOLKE DIE EINHEIT  DER WELT DEN FRIEDEN

2. Glocke: FRIEDE AUF ERDEN  1924 GEGOSSEN    1941 GEOPFERT
               NEUERSTANDEN ZUM GEDENKEN DER GEFALLENEN DER KRIEGE 1914-1918 und 1939-1945

3. Glocke: ST. MARIA ORA PRO NOBIS DEN MENSCHEN EIN WOHLGEFALLEN KEFFERHAUSEN

4. Glocke: ST. JOHANNIS BAPTIST ORA PRO NOBIS

Alljährlich in der Weihnachtszeit wird im südlichen Querschiff auf dem Marienaltar unsere Weihnachtskrippe aufgebaut. Der Stall wurde 1995 vom Hobbybastler Franz Montag und seinen Söhnen geschaffen. Die Figuren sind aus Terracotta und stammen aus der Zeit um 1925. Im Rahmen des Südeichsfelder Krippenweges wird diese Krippe alljährlich von vielen Besuchern bestaunt. Die Geburt unseres Herrn Jesus Christus wird hier anschaulich dargestellt und lädt uns ein, auch unser Leben dem Christuskind zu bringen.

Zurück